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Antidepressiva – Fluch oder Segen?


Antidepressiva – ein Thema, das uns näher ist, als wir denken

Ich wette mit dir: Du kennst mindestens einen Menschen, der schon einmal Antidepressiva verschrieben bekommen hat. Vielleicht hat er sie genommen. Vielleicht auch nicht. Oder wurde dir selbst schon einmal eines empfohlen?

Ich habe mit diesen Medikamenten meine ganz eigenen Erfahrungen gemacht. Aber dazu später mehr.

Was ist eigentlich ein Antidepressivum?

Ein Antidepressivum ist ein Medikament, das bei Depressionen oder anderen psychischen Belastungen eingesetzt wird. Es soll im Gehirn bestimmte Botenstoffe beeinflussen – zum Beispiel Serotonin –, die unter anderem für Stimmung, Antrieb und Gefühle verantwortlich sind. Die Idee dahinter: Diese Stoffe sollen wieder „ins Gleichgewicht“ kommen.

Aber warum geraten diese Botenstoffe aus dem Gleichgewicht?

Die Botenstoffe in deinem Gehirn reagieren extrem sensibel auf das, was du tagtäglich erlebst. Dauerstress, permanentes Funktionieren, zu wenig Pausen, emotionale Baustellen, Trauer oder alte Verletzungen hinterlassen Spuren. Dein Körper versucht, sich anzupassen – und manchmal gerät dabei etwas aus dem Takt.

Dazu kommen körperliche Faktoren wie schlechter Schlaf, hormonelle Veränderungen, Nährstoffmängel, Entzündungen oder chronische Erschöpfung. Auch Veranlagung spielt eine Rolle – aber sie entscheidet nicht allein über dein Schicksal.

Wichtig ist mir dieser Punkt besonders: Dieses sogenannte „Ungleichgewicht“ ist meist nicht der Auslöser, sondern eher ein Warnsignal. Ein Zeichen dafür, dass du vielleicht schon viel zu lange über deine Grenzen gegangen bist. Depressionen entstehen selten, weil im Gehirn einfach etwas „kaputt“ ist – sondern weil Körper und Seele irgendwann sagen: So geht es nicht mehr weiter.

Was sagen Studien und Medien?

Vor ein paar Jahren lief im öffentlich-rechtlichen Fernsehen eine sehr interessante Dokumentation zum Thema Antidepressiva. Den Link dazu findest du am Ende dieses Beitrags.

Das Fazit der Sendung war ziemlich eindeutig: Antidepressiva wirken in Studien nicht besser als Placebos. Und trotzdem werden sie millionenfach verschrieben. Warum? Weil sie erstens oft sehr schnell verordnet werden – und zweitens, weil das Absetzen für viele Menschen extrem schwierig ist.

Spätestens seit einer großen Metaanalyse von John Ioannidis gibt es dafür auch wissenschaftlich klare Hinweise. Auch die Universität Zürich kam zu ähnlichen Ergebnissen: Einige Menschen fühlen sich besser – aber das gilt ebenso für jene, die in Studien nur Placebos erhalten haben.

Unterm Strich werden diese Medikamente jedes Jahr für Milliarden verschrieben. Nicht unbedingt, weil sie so gut helfen, sondern oft, weil die Absetzerscheinungen so stark sind, dass viele Menschen kaum wieder davon loskommen.

In der Reportage kam auch ein Arzt zu Wort, der Antidepressiva verteidigte. Erstaunlich (oder auch nicht)war, dass in dieser sehr tiefgründigen Recherche gleichzeitig seine Verbindungen zur Pharmaindustrie offengelegt wurden. #1+1=2

Warum ich mir erlaube, darüber zu schreiben

Ich schreibe darüber nicht, um zu pauschalisieren oder Medikamente grundsätzlich schlechtzureden. Mit Sicherheit haben Antidepressiva in bestimmten Situationen und bei bestimmten Menschen ihren Platz.

Ich erzähle das, weil so viele Menschen zu mir in die Praxis kommen und sagen: „Ich habe Antidepressiva genommen.“ oder „Sie wurden mir verschrieben.“

Gibt es einen Unterschied zwischen diesen Menschen?Meistens nicht. Vielen geht es mit oder ohne Medikament nicht wirklich gut.

Meine persönliche Geschichte

2017, nach dem Tod meiner ungeborenen Tochter, war ich am tiefsten Punkt meines Lebens angekommen. Trauer, Schmerz und Wut bestimmten meinen Alltag. Ich konnte kaum noch funktionieren.

Ich ging zu meiner Ärztin, erzählte ihr, wie es mir ging – und die Lösung war ein Antidepressivum. Keine Empfehlung für Trauerbegleitung. Keine Therapie. Keine anderen Wege.

Ich habe das Medikament eingenommen, weil ich für meinen Sohn funktionieren wollte. Weil in solchen Situationen nie nur eine Person leidet, sondern immer eine ganze Familie.

Hat es mir geholfen? Nein.

Ich fühlte mich, als hätte sich eine dumpfe Schicht um mich gelegt. Alles war wie gedämpft, meine Wahrnehmung stark eingeschränkt, ich war wie benebelt. Ich musste dabei oft an den Film Flubber denken – genauso hat es sich angefühlt, als wäre ich von diesem Flubber umhüllt.

Ich habe das Medikament sehr schnell wieder abgesetzt. Zum Glück hatte sich noch keine Gewöhnung entwickelt, sodass ich es nicht ausschleichen musste.

Mir war klar: Das kann kein Dauerzustand sein.

Ich musste mich dieser Trauer stellen. Ich musste sie fühlen, akzeptieren und annehmen– mit Unterstützung wundervoller Menschen. So bin ich zur Hypnose gekommen und habe gleichzeitig begonnen, meinen Körper gezielt zu unterstützen. Denn solche Ausnahmesituationen fordern wirklich jede Reserve.

Habe ich dafür Medikamente gebraucht? Nein.

Musste ich den Prozess zu 100 % durchleben? Ja. Und zwar mit voller Wucht.

Geht es mir heute gut? Ja. Ja. Und noch einmal: ja.

Körper und Psyche gehören zusammen

Ohne bestimmte Aminosäuren kann der Körper keine Glückshormone bilden. Für mich war entscheidend zu verstehen: Wenn der Körper nicht versorgt ist, kann auch die Seele nicht heilen.

Deshalb schicke ich Klient:innen immer wieder zu Ärzt:innen oder Heilpraktiker:innen, um ein erweitertes Blutbild machen zu lassen – nicht nur das, was die Krankenkasse zahlt. Die Auswertungen sind oft erschreckend: Werte weit unter dem Minimum oder gerade so „in der Norm“. Das reicht nicht aus, um psychisch und körperlich gesund zu sein.

Das ist ein Teufelskreis, den man erst erkennen muss.

Hätte ich das alles geglaubt, wenn ich es nicht selbst erlebt hätte?Nein.

Mein Appell an dich

Mach dir selbst ein Bild. Informiere dich. Bearbeite Belastungen immer von beiden Seiten – körperlich und seelisch.

Such dir Hilfe bei Coaches oder Therapeut:innen. Kümmere dich um deinen Körper – er ist das wertvollste Gut, das du hast. Ich habe die perfekten Nahrungsergänzungsmittel für mich gefunden. Und nein, ich gehöre nicht zu einer Multimarketingfirma. Ich kann dir nur sagen was mir geholfen hat um meinen Körper zu unterstützen. Wenn du mehr Informationen darüber möchtest dann schreib mir gerne eine Email info@hypnoteria.de oder per WhatsApp 01735110746. Dann schicke ich dir den Link.

Wichtiger Hinweis

⚠️ Wenn du Antidepressiva einnimmst, setze sie niemals eigenständig ab.

Sprich immer mit deinem Arzt oder deiner Ärztin.

Dieser Beitrag basiert auf meiner persönlichen Erfahrung und ersetzt keine medizinische Beratung.


Die Quelle zur oben genannten Dokumentation findest du am Ende dieses Beitrags.


 
 
 

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